- Nils Horn -

1. Juni
Im November 1986 hatte Nils ein gro3es Erleuchtungserlebnis. Eine starke Energiesäule stieg bei einer Meditation aus dem Bauch langsam in der Mitte seines Körpers aufwärts bis in den Kopf. Nils gelangte in einen Zustand der Einheit, des Friedens und der höchsten Glückseligkeit. Sein Ich-Bewußtsein löste sich vollständig auf. Nils ruhte eine halbe Stunde lang in der absoluten Liebe Gottes. Im Yoga bezeichnet man diese Erfahrung als die Vereinigung von Shiva und Shakti. Im Christentum spricht man von der mystischen Hochzeit. Von diesem Moment an kennt der Mensch Gott.

In Nils entstand spontan der Gedanke, dass er jetzt alles weiß. Er konnte plötzlich alle heiligen Bücher auf einer tiefen Ebene verstehen. Alle heiligen Bücher sind aus einer Erleuchtungserfahrung heraus geschrieben. Wer diese Erfahrung nicht besitzt, kann die heiligen Schriften nicht wirklich verstehen. Er interpretiert in alle Worte seine Sicht der Dinge hinein. Er liest das aus den heiligen Texten heraus, was er gerne herauslesen möchte. Er blickt mit einem Ego in eine Welt hinein, in der kein Ego existiert. Daraus ergeben sich viele Fehlinterpretationen und Verwirrungen.

Um den spirituellen Weg erfolgreich zu gehen, braucht man einen spirituellen Meister. Ein Blinder kann den Weg ins Licht nicht finden. Er braucht einen Sehenden, der ihn auf dem richtigen Weg führt. Im Yoga spricht man von der Notwendigkeit eines Sat-Gurus. Ein Sat-Guru ist ein Mensch, der mindestens einmal die Erleuchtung erfahren hat. Nils war durch sein Erleuchtungserlebnis zu einem Sat-Guru geworden. Er konnte jetzt seinen Mitmenschen auf ihrem spirituellen Weg helfen.

2.Juni
Im August 1987 machte Nils einige Yoga-Übungen im Stehen. Dabei stieg seine Kundalini-Energie wieder in der Mitte seines Körpers aufwärts. Doch diesmal floß sie durch den Kopf hindurch. Sie sammelte sich spürbar unter dem Scheitelchakra und schoß dann mit Gewalt nach oben in den Himmel. Nach einiger Zeit kam sie wieder zurück. Sie ging an der Außenseite seines Körpers entlang und in die Erde hinein. Nils war mit der Energie des Himmels und der Erde verbunden. Der Kreislauf war geschlossen. Er war in die große Einheit des Kosmos eingetreten. Der Weg in ein umfassendes kosmisches Bewußtsein war geöffnet.

Ergänzung

1988 gab Nils seinen Rechtsanwaltsberuf auf und wurde ein Yogi. Die ersten Jahre waren sehr einsam. Aber nach 18 Jahren des intensiven spirituellen Übens wandte er sich wieder der Welt zu. Er lud Freunde zu sich ein. Er entdeckte seine Freude am Kochen. Er sah viel fern. Am Liebsten "Das perfekte Dinner" und heitere Talkshows. Und er kaufte sich einen Computer. Er hatte nie mehr Langeweile.

Durch viele kleine Zufälle hatte der Kosmos aus ihm einen Internet-Yogi gemacht. Nils möchte die Menschen zu ihrer eigenen inneren Weisheit bringen. Es gibt viele Richtungen im Yoga. Jeder Yogi darf seine eigene optimale Form des Übens finden. Mögen wir alle zum inneren Glück gelangen. Möge es eine Welt der Liebe, des Friedens und des Glücks geben.

- zurück -